Inspire Robots Dexterous Robotic Hand RH56DFX-2L ohne Handgelenk
Fünffingerige Roboterhand mit sechs Freiheitsgraden, Kraftsensorik und RS485-Schnittstelle für humanoide Robotik.
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Die Inspire Robots Dexterous Robotic Hand RH56DFX-2L ist eine linke, fünffingerige Roboterhand mit sechs steuerbaren Freiheitsgraden, zwölf beweglichen Gelenken und integrierter Kraftsensorik. Über die RS485-Schnittstelle lassen sich Position, Geschwindigkeit und Greifkraft präzise steuern und auswerten. Die Ausführung ohne Handgelenk eignet sich für humanoide Roboter, Roboterarme, Forschung, Lehre und industrielle Automatisierung mit bereits vorhandener Handgelenk- oder Armkinematik. Jetzt bei TONEART-Shop bestellen.
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Inspire Robots Dexterous Robotic Hand RH56DFX-2L ohne Handgelenk
🖐️ Inspire Robots RH56DFX-2L – Kraftgeregeltes Greifen für reale Robotik
Es beginnt mit einer Bewegung, die zunächst unscheinbar wirkt: Die Finger öffnen sich, der Daumen richtet sich seitlich aus, ein Gegenstand wird aufgenommen. Erst bei genauerem Hinsehen wird deutlich, wie viele Entscheidungen in diesem kurzen Ablauf zusammenkommen. Position, Kontakt, Kraft und Geschwindigkeit müssen aufeinander abgestimmt sein. Ein zu schwacher Griff verliert das Objekt. Ein zu hoher Kraftwert kann empfindliche Materialien beschädigen. Die Inspire Robots Dexterous Robotic Hand RH56DFX-2L setzt genau an diesem Punkt an.
Die linke Roboterhand wurde als anthropomorpher Endeffektor für humanoide Roboter, Roboterarme, Forschungsplattformen und kundenspezifische Automatisierungssysteme entwickelt. Ihre fünf Finger bilden die grundlegende Struktur einer menschlichen Hand nach, während sechs integrierte lineare Servoaktuatoren insgesamt zwölf bewegliche Gelenke ansteuern. Dabei stehen sechs aktiv kontrollierbare Freiheitsgrade zur Verfügung. Das Ergebnis ist keine starre Greifzange, sondern eine mechanische Hand, die unterschiedliche Griffmuster, Fingerstellungen und Kontaktkräfte programmierbar umsetzen kann.
Die Modellbezeichnung RH56DFX-2L steht für die linke Ausführung der RH56DFX-Serie mit RS485-Kommunikation. Diese Variante wird ohne separates Handgelenkmodul angeboten. Dadurch eignet sie sich besonders für Systeme, bei denen bereits ein eigenes Handgelenk, eine rotierende Achse oder eine passende mechanische Schnittstelle am Roboterarm vorhanden ist. Die Hand übernimmt das eigentliche Greifen und Manipulieren, während die übergeordnete Robotikplattform Position und Orientierung des gesamten Endeffektors bestimmt.
🦾 Sechs Freiheitsgrade – Bewegung wird zum kontrollierbaren Werkzeug
Bei einer dexterösen Roboterhand zählt nicht allein, wie viele Gelenke sichtbar sind. Entscheidend ist, welche Bewegungsrichtungen aktiv angesteuert und miteinander kombiniert werden können. Die RH56DFX-2L arbeitet mit sechs aktiv kontrollierten Freiheitsgraden und zwölf mechanischen Gelenken. Vier Finger werden jeweils über einen eigenen linearen Servoaktuator bewegt. Der Daumen erhält zwei separat kontrollierbare Bewegungsachsen und kann dadurch nicht nur gebeugt, sondern auch seitlich ausgerichtet werden.
Diese Architektur schafft einen sinnvollen Ausgleich aus Beweglichkeit, Gewicht und Steuerungsaufwand. Statt für jedes einzelne Gelenk einen eigenen Motor einzusetzen, kombiniert Inspire Robots aktive Antriebe mit mechanisch gekoppelten Gelenkbewegungen. Die Finger können sich dadurch an die Form eines Objekts anlegen, während die Zahl der zu steuernden Achsen überschaubar bleibt.
In einer Forschungssituation zeigt sich dieser Ansatz unmittelbar. Die Hand nähert sich einem zylindrischen Bauteil. Die vier Finger schließen sich um die Oberfläche, während der Daumen seitlich gegenhält. Bei einem flacheren Objekt verändert sich die Stellung. Der Daumen dreht sich weiter nach innen, die Finger bilden eine andere Kontaktlinie. Die Bewegung muss nicht für jede einzelne Gelenkposition vollständig neu aufgebaut werden. Ein definierter Satz aus sechs Steuerwerten reicht aus, um komplexe Handstellungen zu erzeugen.
Für Entwickler bedeutet das: Griffmuster können gezielt programmiert, wiederholt und verändert werden. Für Hochschulen wird sichtbar, wie aktive und passive Bewegungsanteile in einem unteraktuierten System zusammenarbeiten. Für industrielle Versuche entsteht eine Plattform, mit der sich unterschiedliche Objektformen bearbeiten lassen, ohne für jede Aufgabe einen neuen mechanischen Greifer zu montieren.
Die zwölf Gelenke sind damit keine Zahl für das Datenblatt, sondern bilden den mechanischen Bewegungsraum der Hand. Sie ermöglichen eine Fingerbewegung, die sich an der Geometrie realer Gegenstände orientiert und nicht ausschließlich an parallelen Greifflächen.
✋ Fünf Finger und ein beweglicher Daumen – Griffmuster näher an der menschlichen Hand
Die Form eines Gegenstands entscheidet darüber, welche Griffart sinnvoll ist. Ein Werkzeuggriff benötigt eine andere Fingerstellung als das Aufnehmen eines schmalen Bauteils. Ein Becher wird anders gehalten als eine flache Platte. Genau aus diesem Grund nutzt die RH56DFX-2L eine fünffingerige Konstruktion mit einem separat beweglichen Daumen.
Der Daumen besitzt zwei aktive Freiheitsgrade. Er kann gebeugt und seitlich gedreht werden. Inspire Robots gibt für die seitliche Daumenbewegung einen Bereich von mehr als 65 Grad an. Diese Bewegungsachse ist entscheidend, da sie den Daumen den übrigen Fingern gegenüberstellen kann. Dadurch werden kraftschlüssige Umfassungsgriffe ebenso möglich wie kleinere Präzisionsgriffe zwischen Daumen und einzelnen Fingern.
In der Praxis entsteht daraus ein deutlich größerer Arbeitsbereich als bei einfachen Zwei-Finger-Greifern. Die Hand kann einen Gegenstand nicht nur zwischen zwei parallelen Flächen einklemmen. Sie kann Kontaktpunkte verteilen, die Finger um eine Kontur legen und den Daumen als Gegenlager einsetzen.
Das macht die RH56DFX-2L interessant für humanoide Systeme, die Werkzeuge, Alltagsgegenstände, Laborgefäße oder technische Komponenten aufnehmen sollen. Auch für Forschungsprojekte zur Mensch-Roboter-Interaktion ist die Hand relevant, da die fünffingerige Form Handlungen verständlicher erscheinen lässt. Eine Greifbewegung kann intuitiv gelesen und mit menschlichen Bewegungsmustern verglichen werden.
Der Mehrwert liegt nicht allein in einer menschenähnlichen Optik. Die Anordnung der Finger stellt verschiedene mechanische Kontaktmöglichkeiten bereit. Je nach Programmierung kann die Hand ein Objekt umfassen, seitlich stabilisieren oder zwischen Daumen und Fingern fixieren. Damit wird sie zu einem vielseitigen Endeffektor für Projekte, deren Aufgaben noch nicht auf einen einzigen Gegenstand festgelegt sind.
🧠 Sechs Kraftsensoren – Kontakt wird messbar
Eine Hand, die ausschließlich Positionen anfährt, weiß nicht automatisch, ob sie ein Objekt bereits berührt. Genau hier unterscheidet sich eine kraftgeregelte Roboterhand von einer rein positionsgesteuerten Mechanik. Die RH56DFX-2L besitzt sechs integrierte Kraftsensoren. Jeder aktive Freiheitsgrad kann damit einen zugehörigen Kraftwert bereitstellen. Die Auflösung der Kraftmessung beträgt laut Hersteller 0,5 Newton.
Diese Sensorik verändert die Art, in der ein Greifvorgang programmiert werden kann. Statt die Finger immer bis zu einer festen Endposition zu schließen, lässt sich ein Grenzwert für die Kraft definieren. Sobald der eingestellte Kontaktwert erreicht ist, kann die Steuerung die Bewegung begrenzen oder den Griff entsprechend nachregeln.
Stell dir einen Versuchsaufbau mit mehreren Objekten vor. Ein festes Metallteil, ein Kunststoffgehäuse und ein nachgiebiges Testmaterial liegen nebeneinander. Eine reine Positionssteuerung müsste für jedes Objekt separat eingestellt werden. Bereits kleine Abweichungen bei Größe oder Lage könnten dazu führen, dass der Griff zu locker oder zu stark ausfällt. Mit Kraftinformationen erhält das System eine zusätzliche Messgröße. Der Griff kann auf den tatsächlichen Kontakt reagieren, statt ausschließlich einer geometrischen Annahme zu folgen.
Für Forschung und Lehre ist dieser Unterschied wesentlich. Positionswerte zeigen, welche Bewegung ausgeführt wurde. Kraftwerte zeigen, was während des Kontakts geschieht. Beide Informationen lassen sich gemeinsam auswerten, um Greifstrategien zu entwickeln, Schwellenwerte zu untersuchen oder Algorithmen für unterschiedliche Materialeigenschaften zu trainieren.
Die Kraftsensoren ersetzen keine externe taktile Haut und bilden keine flächige Druckverteilung über jede Fingeroberfläche ab. Sie liefern jedoch eine direkte Rückmeldung über die Kräfte der integrierten Aktuatoren. Damit entsteht eine belastbare Grundlage für kraftgeregelte Griffabläufe, ohne dass zusätzliche Sensorik zunächst separat konstruiert werden muss.
💪 Bis zu 15 N am Daumen – Kraft als kontrollierte Reserve
Greifkraft wird erst dann sinnvoll, wenn sie sowohl ausreichend als auch dosierbar ist. Für die RH56DFX-Serie gibt Inspire Robots eine maximale Daumengreifkraft von 15 Newton und eine maximale Greifkraft von 10 Newton für die übrigen Finger an. Der Hersteller beschreibt außerdem ein Demonstrationsszenario, bei dem die Hand einen fünf Kilogramm schweren Behälter anheben kann. Diese Angabe ist als anwendungsabhängiges Griffbeispiel zu verstehen, nicht als pauschale Nutzlast für jede Objektform. Tatsächliche Haltekräfte werden unter anderem durch Oberfläche, Reibung, Schwerpunkt und Griffposition beeinflusst.
In einer realen Anwendung zeigt sich die Kraftreserve nicht durch eine spektakuläre Einzelbewegung, sondern durch Stabilität. Ein Werkzeug muss beim Drehen oder Positionieren sicher in der Hand bleiben. Ein Laborgefäß darf nicht verrutschen. Ein technisches Bauteil soll aufgenommen und neu ausgerichtet werden, ohne dass die Finger ihre Kontaktpunkte verlieren.
Die RH56DFX-2L verbindet diese Kraft mit ihrer integrierten Rückmeldung. Ein Griff muss damit nicht ständig mit maximaler Leistung ausgeführt werden. Die Steuerung kann abhängig von Aufgabe und Material unterschiedliche Kraftgrenzen setzen. Ein massiver Gegenstand erhält einen höheren Sollwert. Bei einem empfindlicheren Objekt kann die Schließbewegung früher begrenzt werden.
Der praktische Nutzen liegt im verfügbaren Regelbereich. Kraft dient nicht nur dazu, schwere Objekte zu halten. Sie schafft Spielraum für kontrollierte Bewegung. Ein System mit ausreichender Reserve kann einen stabilen Griff aufbauen, ohne jeden Aktuator dauerhaft am Grenzbereich betreiben zu müssen.
Für Entwickler entsteht dadurch eine klarere Trennung zwischen Bewegung und Kontakt. Zuerst wird die passende Fingerstellung angefahren. Anschließend übernimmt die Kraftregelung die kontrollierte Fixierung. Diese Aufteilung kann Greifabläufe verständlicher machen und erleichtert die systematische Optimierung von Parametern.
📐 ±0,2 mm Wiederholgenauigkeit – gleiche Bewegung, vergleichbare Ergebnisse
In Robotikprojekten genügt es selten, dass ein Griff einmal funktioniert. Bewegungen müssen wiederholt, verglichen und schrittweise verbessert werden können. Inspire Robots gibt für die RH56DFX-2L eine Wiederholgenauigkeit der Fingerposition von ±0,2 Millimetern an.
Dieser Wert beschreibt nicht die absolute Genauigkeit eines vollständigen Robotersystems. Er zeigt vielmehr, mit welcher Wiederholbarkeit die internen Fingerantriebe definierte Positionen erneut anfahren können. Das ist wichtig, da ein Greifvorgang aus vielen kleinen Bewegungsanteilen besteht. Bereits geringe Unterschiede können Kontaktpunkte, Druckverteilung oder Objektlage verändern.
In einer Testreihe kann die Hand denselben Gegenstand mehrfach aufnehmen. Die Finger starten aus einer festgelegten Grundstellung, fahren das gespeicherte Griffmuster an und schließen bis zum definierten Kraftwert. Anschließend wird der Ablauf erneut ausgeführt. Je konsistenter die Bewegungen ablaufen, desto besser lassen sich Unterschiede auf andere Faktoren zurückführen – etwa die Objektposition, eine veränderte Oberfläche oder neue Steuerungsparameter.
Für wissenschaftliche Experimente bedeutet Wiederholbarkeit bessere Vergleichbarkeit. Für Demonstrationen entsteht ein ruhigerer Bewegungsablauf. In der Automatisierung reduziert eine reproduzierbare Fingerposition den Aufwand, ständig mechanische Abweichungen ausgleichen zu müssen.
Die Präzision zeigt sich dabei nicht als sichtbarer Effekt. Sie wirkt im Hintergrund. Die Finger fahren dieselben Stellungen erneut an, Griffsequenzen bleiben nachvollziehbar und Änderungen können gezielt bewertet werden. Genau diese Ruhe macht aus einer interessanten Einzelbewegung eine nutzbare Methode.
⚙️ Kontrollierte Geschwindigkeit – schnell genug für Abläufe, ruhig genug für Kontakt
Eine dexteröse Hand muss nicht nur kräftig sein. Ihre Fingerbewegungen müssen sich auch zeitlich aufeinander abstimmen lassen. Die RH56DFX-2L ist innerhalb der Inspire-Robots-Produktreihe auf hohe Greifkraft bei moderater Bewegungsgeschwindigkeit ausgelegt. Der Hersteller nennt bis zu 107 Grad pro Sekunde für die seitliche Daumenbewegung, bis zu 70 Grad pro Sekunde für die Daumenbeugung und bis zu 260 Grad pro Sekunde für die Beugung der vier übrigen Finger.
Diese Abstimmung passt zu Anwendungen, bei denen stabiler Kontakt wichtiger ist als sehr schnelle Gesten. Die Finger können sich zügig aus einer geöffneten Position um ein Objekt legen, ohne dass der gesamte Ablauf hektisch wirken muss. Gleichzeitig bleibt ausreichend zeitlicher Spielraum, um Kraftwerte auszuwerten und auf Kontakt zu reagieren.
Im Workflow lassen sich Bewegungssequenzen in einzelne Phasen aufteilen: öffnen, annähern, vorpositionieren, schließen, Kraft aufbauen und halten. Die Geschwindigkeitswerte können abhängig von Aufgabe und Objekt angepasst werden. Eine schnelle Öffnungsbewegung verkürzt den Zyklus. Eine langsamere Schließbewegung ermöglicht einen kontrollierteren Kontakt.
Gerade in Forschung und Lehre ist diese zeitliche Steuerbarkeit hilfreich. Studierende können beobachten, wie sich Geschwindigkeit auf Kontaktverhalten und Griffstabilität auswirkt. Entwickler können testen, ob ein Objekt bei höherem Tempo seine Position verändert oder ob ein langsamerer Griff bessere Ergebnisse liefert.
Die Hand wird damit nicht nur zu einem ausführenden Bauteil, sondern zu einem System, an dem sich der Zusammenhang zwischen Kinematik, Geschwindigkeit und Kraft praktisch untersuchen lässt.
🔌 RS485-Kommunikation – direkte Einbindung in Steuerungsarchitekturen
Eine Roboterhand entfaltet ihren Nutzen erst durch die Verbindung mit einer übergeordneten Steuerung. Die RH56DFX-2L nutzt standardmäßig eine RS485-Schnittstelle. Darüber können Sollpositionen, Kraftgrenzen und Geschwindigkeitswerte an die Hand übertragen werden. Gleichzeitig lassen sich Betriebsdaten wie aktuelle Positionen, Winkel, Kraftwerte, Aktuatorströme, Temperaturen, Statusinformationen und Fehlermeldungen auslesen.
RS485 ist für eingebettete Systeme und industrielle Steuerungsumgebungen geeignet, da die Schnittstelle eine robuste serielle Datenübertragung ermöglicht. Die Hand kann über passende Adapter mit einem PC, einem Mikrocontroller oder einem übergeordneten Robotikcontroller verbunden werden. Das Kommunikationsprotokoll arbeitet registerbasiert und ermöglicht sowohl das Lesen als auch das Schreiben interner Parameter.
Im Projektalltag bedeutet das: Die RH56DFX-2L muss nicht als isoliertes System behandelt werden. Sie kann Bestandteil einer größeren Steuerungskette werden. Kameradaten liefern die Objektposition. Ein Roboterarm führt die Hand an den Zielpunkt. Die Handsteuerung setzt das gewünschte Griffmuster um und meldet Kraft- sowie Positionswerte zurück.
Der Hersteller stellt PC-Software, Entwicklungsinformationen und Unterstützung für ROS-basierte Umgebungen bereit. Dadurch kann die Hand sowohl über eine grafische Testumgebung geprüft als auch in eigene Programme und Robotik-Frameworks eingebunden werden.
Der Entscheidungsnutzen liegt in der Offenheit der Systemintegration. Die Hand ist nicht auf eine einzelne Roboterplattform beschränkt. Entscheidend sind eine passende mechanische Aufnahme, die Spannungsversorgung und die Einbindung der RS485-Kommunikation. Dadurch eignet sie sich für individuelle Forschungsaufbauten ebenso wie für bestehende Roboterarme und humanoide Entwicklungsplattformen.
🔋 24-Volt-Versorgung – für kompakte Robotiksysteme ausgelegt
Die RH56DFX-2L arbeitet mit einer Betriebsspannung von 24 Volt DC. Für die linke RH56DFX-2L nennt der Hersteller eine zulässige Spannung von 24 Volt mit einer Toleranz von ±10 Prozent und einen Spitzenstrom von bis zu 2 Ampere.
Diese Versorgung lässt sich in viele Robotik- und Automatisierungssysteme integrieren, die bereits mit einer 24-Volt-Ebene arbeiten. Dennoch muss die Stromversorgung ausreichend dimensioniert und gegen Spannungseinbrüche abgesichert sein. Besonders beim Aufbau hoher Greifkräfte können kurzfristig höhere Ströme auftreten als im ruhenden Zustand.
Für den Systementwickler ist dieser Punkt frühzeitig relevant. Mechanik, Kommunikation und Energieversorgung müssen gemeinsam geplant werden. Ein stabiler 24-Volt-Kreis schafft die Grundlage dafür, dass alle sechs Aktuatoren kontrolliert arbeiten und die Hand ihre Kraftwerte zuverlässig erreicht.
Der elektrische Anschluss erfolgt über einen kompakten Rundstecker. Neben Versorgung und Masse werden darüber die RS485-Datenleitungen geführt. Dadurch bleibt die Verkabelung übersichtlich und kann innerhalb eines Roboterarms oder eines kundenspezifischen Gehäuses weitergeführt werden.
🪶 540 Gramm – mechanische Funktion ohne unnötige Masse
Jedes zusätzliche Gramm am Ende eines Roboterarms wirkt sich auf Traglast, Beschleunigung, Energieverbrauch und Regelverhalten aus. Die RH56DFX-2L wiegt laut Hersteller 540 Gramm. Ihre äußeren Abmessungen orientieren sich an einer kompakten menschlichen Hand. Die technische Zeichnung nennt eine Länge von rund 217,8 Millimetern, eine Breite von 80,7 Millimetern und eine Tiefe von etwa 31,2 Millimetern im Handbereich.
Das Gewicht bleibt damit niedrig genug, um die Hand auch an leichteren Roboterarmen oder humanoiden Plattformen einzusetzen. Gleichzeitig enthält das Gehäuse sechs Servoaktuatoren, Sensorik, Gelenkmechanik und die zugehörige Steuerelektronik.
Da diese Ausführung ohne Handgelenk geliefert wird, kommt keine zusätzliche Masse des separat erhältlichen zweiachsigen Handgelenkmoduls hinzu. Der Roboterarm kann die RH56DFX-2L unmittelbar an einer vorhandenen Endeffektoraufnahme tragen oder mit einer projektspezifischen Adapterkonstruktion verbinden.
Für mobile und humanoide Systeme ist dieser Aufbau besonders relevant. Eine geringere Masse am Armende reduziert das Trägheitsmoment. Bewegungen können kontrollierter geplant werden, und die Belastung der vorgelagerten Armachsen bleibt überschaubar. Bei stationären Robotern schafft das geringere Gewicht zusätzliche Reserve für Werkzeuge oder Objekte.
🔩 Ohne Handgelenk – klare Trennung zwischen Greifen und Armbewegung
Die RH56DFX-2L wird ohne separates Handgelenkmodul angeboten. Das bedeutet, dass seitliche Dreh- und Neigebewegungen nicht innerhalb dieses Artikels erzeugt werden. Die Orientierung der Hand wird durch den Roboterarm, eine vorhandene Handgelenkachse oder einen separat integrierten Mechanismus bestimmt.
Diese Konfiguration ist kein Nachteil, wenn die übergeordnete Plattform bereits mehrere Achsen am Armende besitzt. In diesem Fall würde ein zusätzliches Handgelenk Gewicht, Bauraum und Steuerungsaufwand erhöhen, ohne zwingend einen praktischen Mehrwert zu liefern. Die handgelenklose Ausführung konzentriert sich auf die Fingerbewegungen, die Griffkraft und die Kraftsensorik.
Für kundenspezifische Systeme entsteht dadurch mehr Freiheit bei der mechanischen Integration. Die Hand kann nahe an einer vorhandenen Achse montiert, an einen Adapterflansch angebunden oder in eine eigene Unterarmkonstruktion eingebettet werden. Der Entwickler entscheidet selbst, welche Beweglichkeit vor der Hand erforderlich ist.
Inspire Robots führt ein separates zweiachsiges Handgelenkmodul mit Gier- und Nickbewegung im Zubehörprogramm. Dieses Modul ist jedoch nicht Bestandteil der hier beschriebenen RH56DFX-2L ohne Handgelenk.
📦 Der erste Kontakt – von der einzelnen Komponente zum funktionierenden Endeffektor
Beim Auspacken wirkt die RH56DFX-2L zunächst wie eine kompakte technische Baugruppe. Fünf Finger, sichtbare Gelenksegmente, eine schmale Handfläche und eine definierte Anschlusszone am unteren Ende. Erst im eingebauten Zustand wird deutlich, welche Rolle sie im Gesamtsystem übernimmt.
Die mechanische Montage bildet den ersten Schritt. Eine passende Aufnahme verbindet die Hand mit dem Roboterarm oder der Unterarmkonstruktion. Anschließend folgen die 24-Volt-Versorgung und die RS485-Verbindung. Über die Hersteller-Software können erste Fingerbewegungen, Positionen und Kraftwerte geprüft werden. Danach beginnt die eigentliche Entwicklungsarbeit: Griffmuster definieren, Geschwindigkeiten einstellen, Kraftgrenzen festlegen und Rückmeldedaten auswerten.
In dieser Phase zeigt sich der Charakter der Hand. Sie ist kein autonomer Roboter und keine fertig programmierte Komplettlösung. Sie ist ein Endeffektor für Entwickler, Forschungseinrichtungen und Integratoren. Ihr Wert entsteht durch die Kombination mit Mechanik, Wahrnehmung, Steuerung und Software.
🧪 Forschung, Lehre und Automatisierung – ein System für offene Aufgabenstellungen
Inspire Robots nennt humanoide Roboter, automatisierte Labore, industrielle Automatisierung, Ausbildung, wissenschaftliche Forschung, Prothetik und spezialisierte Anwendungen als Einsatzbereiche seiner dexterösen Hände.
In einem Hochschullabor kann die RH56DFX-2L genutzt werden, um Greifplanung, Kraftregelung und unteraktuierte Kinematik zu untersuchen. Studierende können eigene Griffsequenzen entwickeln und auswerten, wie sich Fingerpositionen, Geschwindigkeit und Kraftgrenzen gegenseitig beeinflussen.
In einem humanoiden Roboter übernimmt die Hand die Schnittstelle zwischen Körper und Objekt. Der Arm positioniert den Endeffektor, während die Finger den eigentlichen Kontakt herstellen. Dadurch lassen sich Aufgaben entwickeln, die über reine Bewegung hinausgehen: Werkzeugaufnahme, Objektübergabe, Bedienung einfacher Elemente oder Interaktion mit menschlich gestalteten Arbeitsumgebungen.
In der Automatisierung kann die fünffingerige Konstruktion interessant sein, wenn unterschiedliche Gegenstände mit nur einem Endeffektor bearbeitet werden sollen. Ein klassischer Parallelgreifer ist häufig effizienter, sobald Form und Aufgabe vollständig feststehen. Die RH56DFX-2L bietet dagegen Vorteile bei variierenden Geometrien, experimentellen Abläufen und Anwendungen, die eine menschenähnlichere Kontaktverteilung benötigen.
Für Prototyping-Teams schafft die Hand eine fertige mechanische Grundlage. Anstatt Aktuatoren, Fingersegmente, Sensoren und Steuerung vollständig neu zu entwickeln, kann sich das Projekt stärker auf Greiflogik, Wahrnehmung und die eigentliche Anwendung konzentrieren.
🎯 Vom ersten Griff zur reproduzierbaren Interaktion
Die Inspire Robots Dexterous Robotic Hand RH56DFX-2L ohne Handgelenk ist für Projekte konzipiert, bei denen Greifen nicht als einfacher Ein-Aus-Vorgang betrachtet wird. Sechs aktiv kontrollierbare Freiheitsgrade, zwölf bewegliche Gelenke und sechs integrierte Kraftsensoren schaffen eine Grundlage für differenzierte Griffbewegungen. Die linke Hand kann unterschiedliche Objektformen umfassen, Kraftwerte zurückmelden und Griffmuster über eine RS485-Schnittstelle in bestehende Robotiksysteme einbinden.
Ihre Stärke liegt in der Kombination aus anthropomorpher Mechanik und technisch klarer Steuerbarkeit. Der bewegliche Daumen erweitert die möglichen Griffarten. Die Kraftsensoren machen Kontakt messbar. Die Wiederholgenauigkeit unterstützt vergleichbare Abläufe. Die 24-Volt-Versorgung und RS485-Kommunikation erleichtern die Einbindung in Entwicklungs- und Automatisierungsplattformen.
Die Ausführung ohne Handgelenk richtet sich besonders an Integratoren, die bereits eine passende Armkinematik besitzen oder die Orientierung der Hand über eine eigene Konstruktion lösen möchten. Dadurch bleibt der Endeffektor kompakt und konzentriert sich auf seine zentrale Aufgabe: Gegenstände kontrolliert greifen, halten und manipulieren.
Ideal für Robotiklabore, Hochschulen, Forschungseinrichtungen, humanoide Entwicklungsplattformen und Automatisierungsprojekte, die eine linke fünffingerige Roboterhand mit Kraftregelung, integrierter Sensorik und programmierbaren Griffbewegungen benötigen.
Eigenschaften
- Eigenschaften
- Dexteröse Fünffinger-Roboterhand in linker Ausführung
- Ausführung ohne separates Handgelenkmodul
- Anthropomorphe Konstruktion für vielseitige Greif- und Manipulationsaufgaben
- 6 aktiv steuerbare Freiheitsgrade
- 12 bewegliche Fingergelenke
- 6 integrierte Mikro-Linearantriebe
- 6 Kraftsensoren für kontrollierte Greifvorgänge
- Kombinierte Kraft- und Positionssteuerung
- Maximale Greifkraft des Daumens von 15 N
- Maximale Greifkraft der übrigen Finger von 10 N
- Kraftauflösung von 0,5 N
- Wiederholgenauigkeit der Fingerposition von ±0,2 mm
- Seitliche Daumenbewegung von mehr als 65°
- Moderate Bewegungsgeschwindigkeit für kontrollierte Objektinteraktion
- RS485-Schnittstelle zur Integration in Robotik- und Steuerungssysteme
- Registerbasierte Steuerung von Position, Winkel, Kraft und Geschwindigkeit
- Rückmeldung von Position, Kraft, Strom, Temperatur und Betriebsstatus
- Betrieb mit 24 V Gleichspannung
- Kompaktes Gewicht von rund 540 g
- Geeignet für humanoide Roboter, Forschungsplattformen, Lehre, Automatisierung und Prototyping
Technische Daten
- Modell: Inspire Robots RH56DFX-2L
- Produkttyp: Dexteröse Fünffinger-Roboterhand
- Ausführung: Linke Hand
- Handgelenk: Nicht enthalten
- Steuerbare Freiheitsgrade: 6
- Bewegliche Gelenke: 12
- Antriebe: 6 integrierte Mikro-Linearservoaktuatoren
- Kraftsensoren: 6 integrierte Sensoren
- Steuerungsverfahren: Kombinierte Positions- und Kraftregelung
- Maximale Greifkraft des Daumens: 15 N
- Maximale Greifkraft der vier übrigen Finger: 10 N
- Auflösung der Kraftmessung: 0,5 N
- Wiederholgenauigkeit der Fingerspitzen: ±0,2 mm
- Seitlicher Bewegungsbereich des Daumens: mehr als 65°
- Maximale Geschwindigkeit der seitlichen Daumenbewegung: 107°/s
- Maximale Geschwindigkeit der Daumenbeugung: 70°/s
- Maximale Geschwindigkeit der Fingerbeugung: 260°/s
- Kommunikationsschnittstelle: RS485
- Standard-Baudrate: 115.200 Bit/s
- Datenformat: 8 Datenbits, 1 Stoppbit, keine Parität
- Betriebsspannung: 24 V DC ±10 %
- Ruhestrom: 0,2 A
- Spitzenstrom: 2 A
- Gewicht: ca. 540 g
- Abmessungen: ca. 217,8 × 80,7 × 31,2 mm
- Montageposition: Linkes Armende beziehungsweise linker Roboterarm
- Geeignete Einsatzbereiche: Humanoide Roboter, Roboterarme, Forschung, Lehre, Prothetik und industrielle Automatisierung
Lieferumfang
- 1 × Inspire Robots Dexterous Robotic Hand RH56DFX-2L
- 1x Linke Fünffinger-Roboterhand mit sechs integrierten Mikro-Linearantrieben
- 1x Integrierte Kraftsensorik
- 1x Ausführung ohne Handgelenkmodul
Manufacturer Warranty
🛡️ Herstellergarantie
Für die Inspire Robots Dexterous Robotic Hand RH56DFX-2L gelten die zum Kaufzeitpunkt vereinbarten Garantiebedingungen des Herstellers beziehungsweise Vertriebspartners. Die genaue Garantiedauer wird im Angebot oder in der Auftragsbestätigung ausgewiesen. Die gesetzlichen Gewährleistungsrechte bleiben unberührt.
Product Video
FAQ
FAQ & wichtige Antworten zum Inspire Robots Dexterous Robotic Hand RH56DFX-2L ohne Handgelenk
Wusstest du schon?
🖐️ Wusstest du schon, dass die RH56DFX-2L trotz ihrer fünf Finger mit nur sechs aktiv steuerbaren Freiheitsgraden auskommt? Die sechs integrierten Linearantriebe bewegen insgesamt zwölf Fingergelenke. Mechanisch gekoppelte Gelenke ermöglichen komplexe Griffstellungen, ohne dass für jedes einzelne Gelenk ein separater Motor erforderlich ist.
🧠 Wusstest du schon, dass die Roboterhand Kontaktkräfte direkt erfassen kann? Sechs integrierte Kraftsensoren liefern Rückmeldungen mit einer Auflösung von 0,5 N. Dadurch können die Finger abhängig vom Objekt mit unterschiedlichen Kraftgrenzen arbeiten, statt lediglich eine festgelegte Endposition anzufahren.
💪 Wusstest du schon, dass der Daumen eine höhere Greifkraft als die übrigen Finger erreicht? Inspire Robots gibt bis zu 15 N für den Daumen und bis zu 10 N für die vier weiteren Finger an. Der Hersteller zeigt die RH56DFX-Serie zudem beim Anheben eines 5-kg-Behälters. Die tatsächlich nutzbare Tragfähigkeit hängt jedoch von Form, Oberfläche, Schwerpunkt und Griffposition des Objekts ab.
👍 Wusstest du schon, dass der Daumen nicht nur gebeugt, sondern auch seitlich bewegt werden kann? Sein lateraler Bewegungsbereich beträgt mehr als 65 Grad. Diese zusätzliche Achse ermöglicht das Gegenüberstellen des Daumens und unterstützt sowohl Umfassungsgriffe als auch kleinere Präzisionsgriffe.
📐 Wusstest du schon, dass die Finger ihre programmierten Positionen mit einer Wiederholgenauigkeit von ±0,2 mm anfahren können? Damit lassen sich Griffsequenzen wiederholen und Veränderungen an Kraft, Geschwindigkeit oder Objektposition systematisch vergleichen.
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| Preis Verkauf netto (new) | 6.700,00 € |
|---|---|
| SKU | 1242-08 |
| Country of Manufacture | China |
| Custom Product Labels | AI-commerce |
| EAN/UPC | 0658917511845 |
| Manufacturer | ABC |
| Datenblatt | https://en.inspire-robots.com/wp-content/uploads/2025/01/Inspire-Robots-Products-Selection-Guide-V17.1.pdf |
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